Magdeburger Pirckheimer

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Künstlerbücher von Tanja Leonhardt

Öffentlicher Vortrag im Literaturhaus Magdeburg, 21. Februar, 19 Uhr

Künstlerbücher sind eine Facette der künstlerischen Schaffens von Tanja Leonhardt. Diese wird die Künstlerin am Mittwoch, 21. Februar, ab 19 Uhr im Literaturhaus Magdeburg vorstellen. 

Tanja Leonhardt wird begleitend zu ihrem Vortrag einige Exemplare ihrer Werke mitbringen, damit sich die Gäste ein direktes Bild davon machen können.

Tanja Leonhardt hat ein Studium der Freien Bildenden Kunst an der Johannes Gutenberg Universität Mainz im Hauptfach Schriftkunst (Kalligraphie und Typographie) absolviert und 1991 mit Diplom abgeschlossen. Daran schloss sie einen einjährigen Meisterschülerstudiengang an.

Seitdem ist sie als freischaffende Kalligrafin im Atelier Leonhardt, aber auch als Dozentin für Kalligrafie am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der Uni Mainz, Abteilung Buchwissenschaft, tätig. Ihre Werke sind unter anderem im Besitz des Klingspor-Museums Offenbach, der Stadt Frankfurt am Main oder des Museums für angewandte Kunst in Frankfurt am Main.

„zusammen“ – ein Künstlerbuch von Tanja Leonhardt (Konzept, Schrift, Text, Bindung) und Martin Dürk (Zeichnungen, Mischtechniken) | © Tanja Leonhardt

Vernissage: Druckstock, Abdruck, Künstlerbücher

Werke von Klaus Süß im Literaturhaus Magdeburg / Vernissage am 18. November 2023

Im Literaturhaus Magdeburg öffnet am kommenden Sonnabend, 18. November, die Ausstellung „Klaus Süß – Druckstock, Abdruck, Künstlerbücher“. Beginn ist im 16 Uhr. Der Künstler wird anwesend sein. Zur Eröffnung spricht Dr. Jens-Fietje Dwars, Süß-Kenner aus Jena. Es musiziert Frank Schöpke. Der Eintritt ist frei.

Gezeigt werden im Literaturhaus rund 50 Objekte. Darunter eine Auswahl farbig gestalteter Druckstöcke mit dazugehörigen Drucken sowie Vorzeichnungen, einzelne bemalte Druckstöcke, einzelne Druckblätter sowie komplette Grafikmappen. Dazu sind in vier Vitrinen Künstlerbücher aus dem umfangreichen Werk von Klaus Süß ausgestellt.

Klaus Süß wurde 1951 im erzgebirgischen Crottendorf geboren. Er lebt seit langem in Chemnitz. Seit 1986 arbeitet er als freischaffender Künstler. Zuvor war er einige Jahre an der bekannten Produzentengalerie „Clara Mosch“ in Chemnitz tätig. Er beschäftigt sich zunächst vor allem mit dem Linolschnitt, später verstärkt mit dem Holzschnitt. Klaus Süß arbeitet beim Holzschnitt in der Technik der „verlorenen Form“, wodurch keine späteren Nachdrucke mehr möglich sind. Ein weiterer Schwerpunkt seines Schaffens sind Künstlerbücher und Unikatbücher.

Blick in eine der Vitrinen mit Künstlerbüchern

Plakate aus der DDR

Öffentlicher Vortrag im Literaturhaus Magdeburg
Sonnabend, 8. Juli 2023, 14 Uhr

Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei!

Mit der Treuhänderin der Stiftung Plakat Ost, Dr. Sylke Wunderlich, konnten die Magdeburger Pirckheimer eine ausgewiesene Kennerin der DDR-Plakatkunst als Referentin gewinnen. Sie wird ihren Vortrag mit Projektionen von Beispielen aus der Stiftungssammlung, die von allgemeinen politischen Bekundungen über Film- und Theaterankündigungen bis zu Produktwerbungen für Kosmetika, Bekleidungsartikeln und optische Geräte reichen, eingehen. Ein Schwerpunkt werden die Künstlerplakate sein, die einen wesentlichen und für Bibliophile besonders interessanten Teilbereich sind. Die in der DDR hochentwickelten graphischen Künste hatten hier ein Betätigungsfeld, auf dem ein breites Spektrum von Techniken und Stilen zur Anwendung gebracht werden konnte.

Zweck der Stiftung Plakat Ost ist unter anderem das Sammeln, Bewahren, Pflegen, Publizieren und Präsentieren ostdeutscher Plakatkunst nach 1945. Zum Sammlungsbestand  gehören beispielsweise das Plakat »Die Ferien des Monsieur HulotAlbrecht« (l.) von Albrecht von Bodecker (1978), Rolf Felix Müllers` Plakat zur Aufführung von Rolf Hochhuths „Stellvertreter“ 1966 in Gera oder das von Prof. Matthias Gubig 1989 gestaltete Plakat »Wir sind das Volk« (r.).

Gesprächsabend über „Die Kunst des Sammelns“


„Die Kunst des Sammelns“

Die Magdeburger Pirckheimer laden ein zum
Gesprächsabend mit dem Berliner Künstler Hartmut Robert Andryczuk über „Die Kunst des Sammelns“

am Mittwoch, 17. Mai, 19 Uhr
im Literaturhaus Magdeburg

Der Eintritt ist frei!


„Ein Sammler … ist genauso Opfer seiner Passion wie der Künstler. Verwandte Seelen eben.“ Dieses Zitat von Till Schröder, Chefredakteur der „Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“, charakterisiert vorwegnehmend den Abend, zu dem die Magdeburger Pirckheimer herzlich einladen. Am Mittwoch, 17. Mai, widmen sie sich im Literaturhaus der „Kunst des Sammelns“.

Dazu haben sie den Künstler Hartmut Robert Andryczuk aus Berlin eingeladen, der in seinem Hybriden-Verlag seit 2015 eine Reihe von Künstlerbüchern über und mit bedeutenden Sammlern herausgibt. Darunter sind Privatsammler wie Helmut Mayer und Peter Zitzmann oder Sammler mit beruflichen Hintegrund wie Michael Lailach, Kurator und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatlichen Museen zu Berlin und Leiter der Sammlung Buchkunst in der Kunstbibliothek oder der Historiker und Verleger Jens Henkel (Burgart-Press).

Die Kunst des Sammelns, Band 2
Wulf D. von Lucius

So verschieden die Sammler-Persönlichkeiten sind, so unterschiedlich sind ihre Schwerpunkte beim Sammeln von Künstlerbüchern. Beispielsweise lernen die Leser im Band 5 von bisher 8 in dieser Reihe erschienenen Bänden die niederländischen Sammler Serge Stommels und Albert Lemmens kennen. Sie haben eine der umfangreichsten Sammlungen russischer Künstlerbücher. Anders Wulf D. von Lucius. Er bringt in Band 2 dem Bücherfreund Themen wie Buch-Kunst-Objekt, Antiqua-Schriften, William Morris, Bibliophiler Lokal-Patriotismus oder Buchkunst in den USA näher.

Die Bücher von Hartmut Robert Andryczuk sind dabei selbst Kunstwerke, deren Texte Andryczug meistens mit eigenen Originalzeichnungen ergänzt. Eine Künstleredition, die ihre Sammler bereits gefunden hat.  Bei einer Auflagenhöhe von 30 sind die Exemplare begehrt, und nicht jedes Buch ist noch erhältlich. 

„Nahe bei uns“

Einblicke in die Sammlung Neumann

Die Pirckheimer Magdeburg laden ein

Einblicke in die Sammlung Neumann
Buchreihen als Spiegel des kulturellen Lebens in Deutschland des 20. Jahrhunderts

15. Februar 2023, 17 Uhr,
Universitätsbibliothek Magdeburg

Abgebildet ist ein Teil der Sammlung der Neumannstiftung in der Universitätsbibliothek Magdeburg.
© wikipedia – Creative Commons

Die Ute-und-Wolfram-Neumann-Stiftung ist vom bloßen Namen her wahrscheinlich vor allem in Expertenkreisen geläufig. Wenn man dagegen einige Titel der Buchreihen nennt, die als Neumann-Sammlung den Kern der Stiftung ausmachen, wird jeder Bücherfreund anerkennend nicken: Pandora, Piper, Weberschiffchen, Seemanns Bibliothek der Kunstgeschichte, Bücherei des Schocken-Verlags und nicht zuletzt die wohl bekannteste Reihe, die Insel-Bücherei. Zuhause ist die Buchreihensammlung der Stiftung in der Universitätsbibliothek Magdeburg und damit an einem Ort, der bisher nicht zu den Hotspots der Bibliophilie in Deutschland gehört.

Warum dieses Sammlung in der Ottostadt an der Elbe beheimatet ist, welche Buchreihen sie umfasst und wie sie im Laufe von Jahrzehnten gewachsen ist, all das ist Thema der nächsten öffentlichen Veranstaltung der Magdeburger Pirckheimer. Am Mittwoch, 15. Februar 2022, treffen sie sich um 17 Uhr in der Magdeburger Universitätsbibliothek. Dort stellt Prof. Dr. Wolfram Neumann seine Stiftung zur Erhaltung und Pflege der Buchkultur bibliophiler Kleinbuchreihen des 20. Jahrhunderts vor und führt durch die Sammlung, die im ersten Obergeschoss der Bibliothek aufgestellt ist.

Die Sammlung Neumann besteht inzwischen aus etwa 2.150 Buchreihen mit insgesamt rund 30.000 Bänden. Sie umfasst den Zeitraum vom deutschen Kaiserreich über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, die Teilung Deutschlands bis in die Gegenwart.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Puppenspiel mit Moralitäten

Einladung zur zur Eröffnung der Ausstellung »Puppenspiel mit Moralitäten. Heinz Zander – Bilder zur Literatur«

Heinz Zander, Der Engel John Silver, 1990, Öl, 70 x 80

Ausstellungseröffnung
Puppenspiel mit Moralitäten
Heinz Zander – Bilder zur Literatur

Literaturhaus Magdeburg
Sonnabend, 19. November 2022, 15 Uhr

Laudatio: Oliver Schwulst (Leipzig)
Musik: Gerd Becker & Stefano Riva (Magdeburg)

Der Eintritt ist frei.

Zur Eröffnung der Ausstellung »Puppenspiel mit Moralitäten. Heinz Zander – Bilder zur Literatur« am Sonnabend, 19. November 2022, laden wir Sie herzlich in das Literaturhaus Magdeburg ein. Beginn ist um 15 Uhr. In der Ausstellung werden rund 150 Werke des Leipziger Künstlers Heinz Zander (*1939) gezeigt. Darunter großformatige Ölbilder ebenso wie kleinformatige Zeichnungen oder Druckgrafik.

In seinen sechs Jahrzehnten künstlerischen Wirkens hat Heinz Zander als Autor selbst Literatur geschaffen und sich als Zeichner und Maler umfangreich mit Literatur auseinandergesetzt. Die Ausstellung im Literaturhaus vermittelt einen Blick in das Werk Zanders aus diesem speziellen Blickwinkel heraus. Der Kunsthistoriker Oliver Schwulst (Leipzig) wird die Gäste der Vernissage in dessen vielfältige Bilderwelt einführen: »… Die Bildwelt Heinz Zanders ist umgeben von der Aura des Poetischen, die viel erzählt, doch mehr verschweigt. Sein gesamtes künstlerisches Schaffen ist durchzogen von zahlreichen Motiven aus abendländischen Märchen und antiken Sagen, aber auch der Weltliteratur der jüngeren Jahrhunderte. Die gleichnishaften Kompositionen spiegeln seine eigene Lese-Arten, die das ursprüngliche Wesen des Textes, hinter einem oft zugespitzten Charakter verbergen. …«

Ausstellung: Wort- und Bilderlust im Zeichen der Palme

Die Einbände der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum

Andrucke und Originalgrafiken in einer Ausstellung des Vereins der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. im Literaturhaus Magdeburg

Ausstellungseröffnung
Sonnabend, 25. Juni 2022
15 Uhr
Literaturhaus Magdeburg

Die Zeitschrift „Palmbaum. Literarisches Journal aus Thüringen“ besteht seit 1993 und erscheint zweimal jährlich im quartus-Verlag Bucha bei Jena. Sie wird vom Thüringer Literaturrat herausgegeben und von der Thüringer Staatskanzlei gefördert. Ihr Vorbild ist die „Fruchtbringende Gesellschaft“, die erste deutsche Literaturvereinigung, die 1617 in Weimar gegründet wurde und sich die vielfach nutzbringende Palme als ihr Erkennungszeichen gewählt hat. Seit 2005 werden die Einbände der Zeitschrift von Künstlern aus Mitteldeutsch­land gestaltet. Der Reigen der Beteiligten reicht von Gerhard Altenbourg über Moritz Götze, Angela Hampel, Karl-Georg Hirsch, Horst Hussel, Gerda Lepke, Gerd Mackensen, Wolfgang Petrovsky, Uwe Pfeifer, Strawalde, Klaus Süß, Susanne Theumer, Hans Ticha, Max Uhlig und Kay Voigtmann bis zu Baldwin Zettl. So vereinen die Hefte beste Literatur und Grafik aus dem Osten.

Auf Einladung des Vereins der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. sind ab 25. Juni im Literaturhaus Magdeburg 34 signierte Andrucke der Einbände und Originalgrafiken zu sehen. An den Heften lässt sich Buchgestaltung exemplarisch nachvollziehen, denn oft gilt es den geeigneten Ausschnitt einer Grafik auszuwählen und mit den typografischen Bausteinen abzustimmen, damit ein Umschlag entsteht, der Neugier auf das Titelthema weckt und ästhetischen Genuss gewährt.

Zur Eröffnung der Ausstellung stellen Jens-Fietje Dwars (Jena) und André Schinkel (Halle) das aktuelle Heft zu Novalis vor. Der eine ist Chefredakteur des „Palmbaums“, der andere von „Ort der Augen“. Beide lesen aus ihren jüngsten Büchern: aus „Goethes Erotica“ mit Zeichnungen von Gerd Mackensen und dem Erzählband „Die Stadt, die ich verlasse“. Kurzum: eine Lust für alle, die Worte und Bilder lieben – und mehr noch deren wechselseitige Bereicherung im schönen Buch.Die Ausstellung ist vom 26. Juni bis 12. August zu sehen, gefördert durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg und unterstützt durch den Verein Literaturhaus Magdeburg.

Geschichte des Kinderbuches

Vortrag am 2o. April 2022 um 19 Uhr im Literaturhaus Magdeburg

Mit der Geschichte des Kinderbuches befasst sich Michaela Ibsen-Firsching in ihrem Vortrag am 20. April im Literaturhaus Magdeburg. Dazu lädt der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt „Willibald Pirckheimer“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Es gilt die 2G-plus-Regel.

Die Anzahl der Besucher ist aufgrund der Hygienebestimmungen begrenzt.
Bitte anmelden unter
Telefon 0391 / 404 49 95 oder 0178 877 02 44.

Buchcover
Aus der Sammlung von Michaela Ibsen-Firsching: Bertuchs „Bilderbuch für Kinder“ | Abb.: M. Ibsen-Firsching

Michaela Ibsen-Firsching, selbst Mitglied bei den Magdeburger Pirckheimern, zeigt bei der Vorstellung der Kinderbücher illustrierte Exemplare in ihrem historischen Zusammenhang und unter künstlerisch-ästhetischen Aspekten. 

Ganz allgemein beginnt die Geschichte des Kinderbuches mit der Verbreitung des Buchdrucks. Zunächst geht es vor allem um ABC-Fibeln, pädagogische Handreichungen, biblische Geschichten und Fabeln. Zunehmend steht später die Vermittlung von Wissen im Vordergrund. Das geschah häufig mit Werken, die einem Lexikon ähnlich sind, beispielsweise Orbis pictus von Comenius (1658) oder Bertuchs Bilderbuch für Kinder im 18. Jahrhundert.

Ein weiterer Aspekt ist das Kinderbuch, dass zur Unterhaltung dienen soll. Dessen Geschichte beginnt in Deutschland erst Mitte des 19. Jahrhunderts zum Beispiel mit „ Der Struwwelpeter“. Zeitgleich entstehen große Märchensammlungen.In den folgenden Jahrhunderten werden die kindlichen Vorstellungen zunehmend und in vielfältiger Weise in der Kinderliteratur berücksichtigt.

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